Die destruktive kritik veranstaltet regelmäßig Vorträge und Diskussionen zu aktuellen politischen Entwicklungen sowie grundlegenden Fragen zu Staat und Kapital. Hierbei wird geklärt, wie und warum Staat und Kapital eine Welt schaffen, die der Mehrheit der Leute alles andere als bekommt.
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Die Fachschaften Politik und Soziologie laden
die Gruppe destruktive kritik und einen
Redakteur der Zeitschrift
GegenStandpunkt
zu Vortrag und Diskussion ein.
Donnerstag, 5. November 2026, 18:30 Uhr
Hörsaal SCH 100.2
(Institut für Politikwissenschaft)
Scharnhorststr. 100, 48151 Münster
Der Krieg der USA gegen den Iran für einenMAGA-Frieden im Nahen Osten
Die Erläuterungen der deutschen Medienlandschaft zum neuesten Krieg der USA im Nahen Osten sind auffällig beschränkt:
- Dass der Kanzler von Deutschland von diesem Krieg abgeraten hätte, wenn er gefragt worden wäre;
- dass die USA keine Erfolge einfahren in dem Krieg, den sie ohne Deutschland führen und gefälligst auch allein führen sollen;
- dass die USA planlos sind, wie der Exit aus dem Krieg aussehen könnte, dessen Ende Deutschland dringend will;
- dass ihr Ressourcen-verschlingender Krieg gegen den Iran zumindest zwischenzeitlich die US-Unterstützung für den Krieg in der Ukraine fraglich gemacht hat, der für Deutschland so wichtig ist;
- dass die Auswirkungen des Krieges auf die Weltwirtschaft verheerend sind, der Deutschland auch ökonomisch bloß schadet – sehr im Unterschied zum Wirtschaftskrieg gegen Russland, der deutschen Interessen dient –
Das ist im Prinzip schon alles, was man in der deutschen Öffentlichkeit über Trumps ersten großen Krieg erfährt. Offenbar genug für alle, die sich angewöhnt haben, noch jede Gewalt auf dem Globus und überhaupt alles in der Welt durch die deutsch-patriotische Brille zu betrachten und an alles nur die Frage stellen, wie Deutschland dabei vor- und als Macht vorankommt.
Es ist schlicht nichts an Auskunft für diejenigen, die an diesen Krieg zum Beispiel die folgenden Fragen haben:
Warum hat die Weltmacht USA ihren bis dato gepflegten Umgang mit der Macht Iran aufgegeben und den Krieg beschlossen? Wofür führt die Weltmacht USA den Krieg, nach welcher weltpolitischen Logik definiert ihr Führer Trump welches Ergebnis als unbedingt herzustellendes Recht Amerikas? Wie passen dazu die neuen Sitten in Sachen Kriegsführung und Kriegsdiplomatie, die so ersichtlich davon abweichen, wie die USA den Mittleren Osten bisher mit dem Einsatz ihrer Militärmacht beglückt haben?
Wer in diesem Sinne Erklärung für das brutale Geschehen sucht, kommt bei unserer Veranstaltung auf seine Kosten.